Trommel - Reparatur - Fellwechsel 
 
Die Djembe´
Der Klang einer Djembe´wird beeinflusst durch die Holzart, die Bauform, die Höhe und die Größe des Fell-Durchmessers. Desweiteren verändert die Spannung (Stimmung) des Felles den Klang der Djembe´. Wenn eine Djembe´nicht mehr gut klingt und durch Stimmen kein besseres Ergebnis erzielt werden kann; ist ein Auswechseln des Felles angeraten.
Die Fellstärke ( dünn,mittel, dick, sehr dick ) ist massgeblich für die Klangentwicklung verantwortlich. Zu dünne Felle klingen tendenziell blechern und metallisch haben aber einen dominanten Bassanteil. Sehr dicke Felle haben viel weniger Bassanteil, dafür einen sehr warmen open-tone. Open-Slaps sind viel schwerer damit zu spielen. Mittlere bis dicke Felle haben noch genug Bassanteil, die open-slaps kommen sehr viel leichter und klingen noch warm. Die open-tones klingen warm und trocken.
Nach Möglichkeit suche ich Felle aus, die vorrasiert sind. Im besten Fall schleife ich das neu aufgespannte Fell nicht. Ich akzeptiere die etwas stoppelige Oberfläche des Felles und habe dafür ein schönes Klang-Ergebnis. Falls die Djembe dann doch zu trocken klingen sollte, schleife ich mit Schleifpapier (240 er Körnung) das Trommel-Fell dünner, bis das Klangergebnis zufrieden stellend ist. 
Je größer der Felldurchmesser (35 - 38 cm) desto dicker sollte das Fell sein. Felle mit 32 cm. - 34 cm. - kommen mit mittleren Fellen zurecht. Unter 30 cm. Felldurchmesser sollten dünne Felle aufgespannt werden. Lenke-Holz oder Palisander-Holz (Goni) sind sehr schwer: haben eine hohe Holzdichte. Mahagoni (Djala) und Iroko-Holz haben eine mittlere Dichte. Melina-Holz eine geringe Holzdichte. Diese Faktoren sind ebenfalls bei der Wahl der Fellstärke zu berücksichtigen. 
                     

Die Bougarabou
Geht man im Internet auf die Suche nach "Bougarabou", findet man auf "YouTube" wunderbare Musik-Videos von afrikanischen Trommlern aus dem Senegal und aus Gambia, sowohl von einigen talentierten Europäern.  

Und zwar spielt ein einzelner Musiker ein Set; bestehend aus 4 Trommeln. Die Felle dieser Bougarabous sind enthaart und sehr hoch gespannt. Die Tonhöhen untereinander sind klanglich abgestimmt und erinnern im Gesamtklang tendenziell an virtuose Congaspieler aus der Karibik. 

Die auf dem deutschen Markt angebotenen Bougarabous haben Felle in mitteldicker Stärke  ca. 2 - 3 mm.; haben fast immer noch Haare auf den Fellen und klingen sehr dumpf. Sie sind eher für die empfindsameren Ohren von Europäern gemacht. 

Ich bevorzuge eher 3,5 - 5 mm. starke Rinderfelle die bereits rasiert sind. Der Gesamtklang dieser Trommeln ist eher warm u. trocken, dabei sehr präsent und wertig. Beim Umbau dieser dicken Felle verwende ich ca. 6 mm. starke Spannseile, um das Fell auf Spannung zu bringen. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich immer für Lenke - Holz.

Im Ergebnis ist der Klang dieser Bougarabous oft sehr viel besser als der von guten Congas. Die Oberfläche des Holzes wird in mehreren Teilschritten geschliffen und anschliessend mit Holzöl geschützt.  



Skulptur Klangzeit              Skulptur Stille
                     

           

                    

Die Anfänge
"Not macht erfinderisch". Nachdem ich mir 1987 meine erste Djembe gekauft habe und niemand da war, der sie mir vernünftig stimmen konnte, habe ich es pö a pö selber probiert. Von Paul Engel, meinem ersten Djembelehrer schaute ich ab, wie er ein Fell auf der Djembe wechselt. 

Aus Neugierde probierte ich aus wie sich der Klang der Trommel verändert, wenn ich a) an dem oberen Teil der Trommel oder b) am Fuß der Trommel die vorgegebenen Längen verändere. 

Was passiert wenn ich die Holzstärke der Trommel dünner schleife. An welchen Stellen der Trommel kann ich Holz dünner schleifen (um Gewicht zu sparen) und an welchen Stellen der Trommel sollte ich lieber die Finger lassen? "Aus Schaden wird man klug ..."

Mit diesem Erfahrungswissen habe ich dann einige Jahre später erfolgreich meine erste Kora (Steg-Harfe), Kalimba und Berimbao gebaut. 

             
(1995 - 2014) Mein Zeitfenster als Holzbildhauer 
Als Autodidakt habe ich viele Skulpturen aus Holz gebaut und dadurch ein Grundverständnis für bildende Künstler entwickelt. Das gehört mittlerweile der Vergangenheit an, da in mir die Einsicht reifte, dass ich die Feinmotorik der Hände, sowie der Atemwege nicht unbegrenzt aufs Spiel setzen darf, wenn ich bis ins hohe Alter weiterhin musizieren möchte.

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